Idiopathische Thrombozytopenische Purpura

May 2013

 

Idiopathische Thrombozytopenische Purpura (ITP) ist eine Krankheit, die die Blutplättchen attakiert. Es kann sich um eine primäre Autoimmunerkrankung handeln, oder sekundär sein zu Lupus, verschiedenen Infektionen oder auch durch bestimmte Medikamente verursacht werden. Etwa ein Drittel der Hunde mit ITP haben auch autoimmunhämolytische Anämie. Hunde mit ITP können lethargisch sein oder anorektisch und verschiedene Anzeichen von Blutgerinnungsstörungen aufweisen, eingeschlossen blaue Flecken,  Nasenbluten, Schleimhauteinblutungen und Blut im Stuhl. Betroffene Hunde können ernsthafte innere Blutungen haben. ITP ist potentiell tödlich.

Hunde mit ITP sind sehr krank und brauchen Notversorgung und stationäre Aufnahme. Der vielleicht wichtigste Schritt bei der Diagnostizierung ist es, andere mögliche Ursachen auszuschließen – Warfarin (Rattengift) Toxizität, Hemangiosarcoma, andere Blutgerinnungsstörungen, Nebenwirkung von Chemotherapie, usw. – um die effektivste Therapie in der erforderlich kürzesten Zeit zu gewährleisten. Die spezifische Diagnose von ITP wird mittels von Blutproben ermittelt, einschliesslich einer Zählung der Blutplättchen und einem Test der Autoantikörper von Blutplättchen nachweist. Die Erstversorgung beinhaltet für gewöhnlich die Kontrolle der Blutungen, gefolgt von medikamentöser Therapie.  Splenektomie (Milzexstirpation) kann eine Heilung hervorrufen. Ansonsten erfordert die Langzeittherapie eine lebenslange Medikamentengabe.

Primäre ITP ist eine Art von Autoimmunerkrankung. Autoimmunerkrankungen sind genetisch veranlagt. Hat ein Hund die Krankheit, so hat er auch die Gene dafür. Hunde mit primärer ITP sollten nicht zur Zucht verwendet werden. Ihre nahen Verwandten sollten nicht mit Hunden verpaart werden, in deren Familiengeschichte es Autoimmunerkrankungen gegeben hat.

Ubersetsung von Sandra Zilch