Legg-Calvé-Perthes

August  2013

 

Die Krankheit Legg-Calvé-Perthes (Morbus Perthes, LCP) ist eine entzündliche Krankheit, die eine Degeneration des Femurkopfes (Hüftknochen) verursacht und zu einer disintegration des Hüftgelenks führt. LCP kann eine Autoimmunkrankheit sein. LCP tritt für gewöhnlich zwischen 5 und 8 Monaten auf und wird typischerweise bei Zwergrassen und kleinen Hunden beschrieben, trat aber bereits ab und zu bei Australian Shepherds auf. Es können eine oder beide Hüften betroffen sein. Hunde mit LCP können hinken, ein Bein hochziehen und sie haben Schmerzen in der Hüfte. Man kann am betroffenen Bein auch Muskelschwund erkennen. Ruhigstellen, Schmerztherapie und Kältetherapie des betroffenen Gelenks können helfen, jedoch wird in vielen Fällen eine Operation gefolgt von Physiotherapie notwendig sein. Postoperativ sind Physiotherapie, sowie regelmäßige tierärztliche Nachkontrollen nötig, um eine Genesung zu gewährleisten.

Die Vererbung ist unbekannt. Jedoch weist die möglicherweise autoimmune Natur der Krankheit darauf hin, dass sie in der Tat vererbt wird. Wegen der hohen Beeinträchtigung der Lebensqualität und der Notwendigkeit einer größeren Operation in den meisten Fällen, sollte man die Erblichkeit annehmen. Betroffene Hunde sollten von der Zucht ausgeschossen werden.

übersetzt von Sandra Zilch