Farbverdünnung und aufgehellte Flecken

Bleu dilué

Bleu dilué

Rev.  März 2011

 

Die D-locus Farbverdünnung, auch “Dilutegen  MLPH ”genannt, ist wahrscheinlich der Grund für die am weitesten verbreitete , vom Standard nicht akzeptierte Farbe in Australian Shepherds.  Die aufgehellte Farbe wird silbergrau an allen Orten, wo man ein tiefes Schwarz erwarten würde (Schwarze Hunden oder Bluemerles) oder sie wird zum fahlen Rotton (Isabelle), wo ein intenives Braun oder Redmerle sein sollte.  Weil die Farbpalette der roten Aussies so

Dilute red

Dilute red

weitgefächert ist, können die Dilute-Roten ebenso unterschiedlich aussehen. Die Schattierungen reichen von einer Farbe, die beim Kelpie „fawn“ heisst bis zum bleichen,

silbernen Beige der Weimaraner.  Bei einem aufgehellten Hund wird es keine wirklich schwarzen oder leberfarbenen (braunen) Flecken geben.  Auch Merlehunde können das Dilutegen tragen. Bluemerles (d) werden kohlefarbene, dunkle Flecken auf einem helleren, grauen Untergrund tragen.  Redmerles (d) haben  mittel getönte dunklere Flecken auf einem fahlroten Hintergrund.  Durch die breite Farbpalette bei den Redmerles ist es gut möglich, dass ein Dilute Redmerle nicht erkannt wird.  In einem Dilute–Hund kann die sichtbare Haut (Nasenschwamm, Rand der Augen, ect.) eine hellere Farbe zeigen, als man bei einem „normalen“ Hund erwarten würde.  Die Farbverdünnung D-locus, welche alle schwarzen oder braunen Bereiche des Fells  betrifft (ohne Weiss und Kupfer) darf nicht mit Dilute-Flecken (dilution spots) verwechselt werden. Dilution spots sind isolierte Bereiche des Fells von „rostiger“, matter Farbe, die man bei Merlehunden findet.

Dilution spot on a red merle.

Dilution spot on a red merle.

Dilution spots sind (im Standart) nicht ausgeschlossen, werden aber als Fehler gewertet, da die Farbe nicht klar und tief ist.  Die Farbverdünnung sieht man erlaubterweise auch unter anderen Rassen zum Beispiel im Dobermann und Weimaraner.  Die Farbverdünnung von schwarz zu grau wird manchmal auch Malteser Blau genannt. Die rote Variante wird mit Isabelle bezeichnet, in Doggen auch als „fawn“.  Das Dilute-Gen ist rezessiv, also müssen beide Eltern das Gen tragen, damit es in ihren Welpen in Erscheinung tritt. Sollte ein Dilute-Hund zur Zucht eingesetzt werden, trägt die ganze Nachzucht das rezessive Dilutegen.  Die Vererbung bei den Dilute-Flecken ist unklar, jedoch werfen Tiere, die selber Flecken haben eher Welpen mit ebensolchen Dilute-spots.

Merle Tweed - notez les multiples tons de couleur.

Merle Tweed – notez les multiples tons de couleur.

Tweed Zeichnung – diese vielfach schattierte Merlezeichnung wurde bereits auch als “Harlekin” beschrieben. Dies ist jedoch eine unzureichende Bezeichnung, da sie verwechselt werden kann mit der genetisch unterschiedlichen Harlekin Zeichnung bei Dänischen Doggen. In der wissenschaftlichen Literatur wird die Zeichnung als “Tweed” beschrieben, weshalb wird diese Terminologie hier verwendet. Tweed wird rezessiv vererbt, muss also von beiden Eltern kommen. Theoretisch kann ein Nicht-Merle Tweed Zeichnung haben wenn er zwei Kopien des gens hat, jedoch kann man den Effekt bei Hunden die nicht Merle sind nicht sehen. Die Farbe von Tweed Merles ist klar, nicht wie bei Dilutflecken verwischt oder aufgehellt. Es wird laut Standard nicht unbedingt als fehlerhaft angesehen, aber da es im Ring recht selten ist, kann ein Richter es als fehlerhaft werten.

übersetzt von Sandra Zilch