Demodikose

Rev. März 2013

 

Demodikose ist eine Reaktion des Immunsystems auf Milben, die natürlicherweise auf der Haut anzutreffen sind. Alle Hunde haben die Milben, nicht alle reagieren darauf. Die Meinungen der Tierärzte gehen auseinander, doch meist ist man sich einig, dass die Krankheit nicht ererbt ist, wenn sie bei sehr jungen Tieren auftritt und lokal begrenzt bleibt. Lokal begrenzte Demodikose verschwindet, egal ob man sie behandelt oder nicht. Sie entsteht bei einer vorübergehenden Irritation des Immunsystems beim Welpen oder Junghund, deren Immunsystem noch in der Entwicklung ist.

Generalisierte Demodikose beginnt wie eine lokal Begrenzte. Jedoch ist eine Behandlung nötig und sie wird in periodischen Abständen im Leben des Hundes immer wieder auftreten. In schweren Fällen kann sich die Räude auf den ganzen Körper ausdehnen und auch lebensbedrohlich sein. Nicht alle Hunde sprechen auf die Behandlung an und manche sterben daran. Generalisierte Demodikose ist ererbt, jedoch ist der Erbgang nicht bekannt.

Hunde die die generalisierte Form haben sollten nicht zur Zucht verwendet werden. Verwandte ersten Grades (Eltern, Nachzucht, Voll- und Halbgeschwister) sollten nicht zu eng an das Pedigree des betroffenen Hundes angepaart werden oder an Hunde, bei denen es generalisierte Demodikose oder andere Autoimmunerkrankungen in der Familie gibt.

Generalisierte Demodikose ist keine Autoimmunerkrankung, da die Milben, die natürlicherweise auf der Haut der Hunde leben, nicht Teil des Hundes selbst sind. Jedoch hat ASHGI Aufzeichnungen, dass die Krankheit bei Hunden beobachtet wird, bei denen es Autoimmunerkrankungen in der Familie gibt. Daher klassifiziert ASHGI Demodikose unter die Autoimmunerkrankungen, wenn Pedigree Analysen verlangt werden.

übersetzt von Sandra Zilch