Uveodermatologisches Syndrom

Germany-flagMai 2013

 

Uveodermatologisches Syndrom bezeichnet eine Autoimmunerkrankung, die die Melanozyten (Pigmentzellen) attakiert und massiv auf die pigmentierten Bereiche der Augen, Haut und Schleimhäute wirkt. Beim Menschen beeinflußt es auch das Hören und das Zeltralnervensytem, dies ist aber beim Hund noch nicht berichtet worden. Für gewöhnlich beginnt die Krankheit im frühen Erwachsenenalter. Das erste was der Hundebesitzer bemerkt ist eine Sehschwäche oder Pigmentverlust an Nase, Lippen, Augenlidern, Skrotum und Anus. Der Pigmentverlust kann in seltenen Fällen den ganzen Körper befallen. Die Krankheit tendiert zu Phasen des Rückgangs, gefolgt von Phasen des Wiederauflebens der Symptome. Vitiligo, Pigmentverlust von Haut und Haaren, kann sekundär sein zu der Krankheit.

Uveodermatologisches Syndrom wird mittels einer Biopsie diagnostiziert und wird mit entzündungshemmenden Medikamenten behandelt. Kontraindiziert sind Steroide, wenn die Augen betroffen sind. Sofortige Behandlung ist wichtig, um eine permanente Erblindung zu verhindern. Andere Körperregionen werden wieder pigmentiert nach der Behandlung. Die Behandlung wird immer dann nötig, wenn die Krankheit eine aktive Phase hat.

Uveodermatologisches Syndrom ist eine Art von Autoimmunerkrankung. Autoimmunerkrankungen sind genetisch veranlagt. Hat ein Hund die Krankheit, so hat er auch die Gene dafür. Hunde mit Uveodermatologischem Syndrom sollten nicht zur Zucht verwendet werden. Ihre nahen Verwandten sollten nicht mit Hunden verpaart werden, in deren Familiengeschichte es Autoimmunerkrankungen gegeben hat

übersetzt von Sandra Zilch