Impfungen

Februar 2014

 

Impfungen helfen, Hunde gegen ernste und potentiell tödliche, ansteckende Krankheiten zu schützen. In Bezug auf Tollwut gilt das nicht nur für Hunde, sondern für Menschen und alle anderen Säugetiere die in Kontakt mit dem Virus kommen. Bevor man impfen konnte, war es nicht so selten, daß Staupe ganze Zwinger ausgelöscht hat, manchmal mehr als einmal. Als Parvo zuerst auftrat ohne daß es Impfungen gab, gab es wenig das das man tun konnte um zu verhindern, daß viele Hunde starben. Obwohl es Risiken gibt im Gebrauch von Impfstoffen, sind negative Konsequenzen sehr selten. Nicht zu impfen weil es ein geringes Risiko gibt, heißt, den Hund dem viel größeren Risiko auszusetzen sich  eine ansteckende Krankheit einzuhandeln.

Wenn Ihre Hunde gesund bleiben obwohl sie nicht geimpft sind, dann ist der Grund dafür wahrscheinlich, daß die Hunde mit denen sie in Kontakt kommen geimpft sind. Ist Ihr Hund nie in Kontakt gekommen mit den Krankheitserregern durch einen infizierten Hund oder dessen Ausscheidungen, können Sie nicht wissen, ob er eine hohe natürliche Immunität hat oder nicht. Wenn man die gräßliche Natur der Krankheiten betrachtet gegen die wir impfen, ist es nicht Wert das Risiko einzugehen. Wichtig ist es, eine Übertreibung des Impfens zu vermeiden, denn man kann eine ausreichende Funktionalität des Immunsystems gefährden.

Tollwutimpfung bei Hunden ist für gewöhnlich vom Gesetz vorgeschrieben. Moderne Impfstoffe sind effektiv wenn man sie alle 3 Jahre verabreicht, nachdem der Hund als Welpe Grundimmunisiert wurde. Jedoch kann es sein, daß lokale Vorschriften eine häufigere Impfung verlangen. Bei anderen Impfungen empfiehlt die American Animal Hospital Association (AAHA) daß die meisten Hunde als Welpen eine 3-fach Impfung bekommen, eine Folgeimpfung mit einem Jahr und daß dann alle 3 Jahre geimpft wird. Ist ein Hund in einem Alter bis zu 16 Wochen nicht geimpft worden, sollte er 2 Dosierungen erhalten mit einem Abstand von 3-4 Wochen. Danach alle 3 Jahre, mit Ausnahme von Parainfluenza, wofür eine anfängliche Dosierung ausreicht. Ausnahmen von dieser Regel sind Bordetella, Leptospirose und Borreliose, wofür empfohlen wird Welpen 2x zu impfen und dann jedes Jahr aufzufrischen. (Bordetella kann in riskanten Gebieten auch alle 6 Monate gegeben werden). Impfungen gegen Schlangenbisse und Parodontose sollten nach den Anweisungen auf den Packungsbeilagen gegeben werden. Nicht empfehlen kann man: Totimpfstoffe gegen Parvovirus, Caniner Adenovirus-1 (Hepatitis Contagiosa Canis), Totimpfstoff gegen Caninen Adenovirus-2 (Zwingerhusten), Giardien und Coronavirus. Die AAHA bezeichnet Parvovirose, Staupe, Adenovirus-2 (modifiziert lebend) und Tollwut als sogenannte Core Impfstoffe, also notwendig für alle Hunde in Nordamerika. Wenn Sie woanders wohnen, kann es sein, daß andere Impfstoffe als notwendig erachtet werden um gegen die Krankheiten zu schützen die in Ihrer Region vorkommen.

Wenn ein Hund ein angegriffenes Immunsystem hat, z.B. durch Krankheit, Parasiten, schlechte Ernährung, Medikamente die das Immunsystem angreifen oder Stress, kann es sein, daß das Immunsystem nicht auf die Impfung reagiert. Bei Welpen muß das Immunsystem erst lernen zu funktionieren. Impfversagen kann allein dadurch hervorgerufen werden, daß das Immunsystem des Welpen nicht wußte wie es reagieren soll (der Grund warum mehrere Impfungen hintereinander gegeben werden).

Impfreaktionen werden selten durch den Impfstoff selbst hervorgerufen, sondern durch Substanzen, die die Wirkung des Impfstoffes erhalten oder die Haltbarkeit verlängern sollen. Bei Welpen lernt das Immunsystem zu funktionieren und kann manchmal eine korrekte Immunreaktion verhindern oder eine Überreaktion hervorrufen.

Von tierärztlicher Seite diagnostizierte Impfreaktionen wurden in 5 % der Fälle im ASHGI Health Report beobachtet, doch Tollwut war die einzige Einzelimpfung für die eine signifikante Zahl von Reaktionen beobachtet wurde. Wenn Ihr Tierarzt bestätigt, daß es sich eindeutig um eine Impfreaktion handelt, sollte man ihrer/seiner Anweisung folgen, wie in Zukunft zu verfahren ist.

übersetzt von Sandra Zilch